Wann ist die nächste Impfung? Vom Geburtsdatum ausgerechnet
Geburtsdatum und Land eingeben — und jeder Termin des nationalen Impfkalenders wird zu einem konkreten Datum. Ohne Anmeldung, ohne Installation, für zwölf Länder. Besonders nützlich, wenn der Kalender, mit dem man selbst aufgewachsen ist, nicht der des eigenen Kindes ist.
Geburtsdatum eingeben, um Termine zu sehen.
Die Termine werden vom Geburtsdatum aus nach dem veröffentlichten nationalen Impfkalender berechnet. Die Termine vergibt die Praxis, und eine Verspätung bedeutet fast nie einen Neustart — frag die Kinderärztin.
Was der Rechner tut
Impfkalender sind in Altersangaben geschrieben: 6 Wochen, 2 Monate, 11 Monate. Für den Aushang in der Praxis reicht das, um 23 Uhr beim Nachrechnen nicht. Der Rechner macht die einzige Rechnung, die zählt: Er addiert diese Altersangaben zum Geburtsdatum und markiert, was erledigt ist und was als Nächstes ansteht.
Welche Länder enthalten sind
Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Großbritannien, die USA, Kanada, Australien, Brasilien und Mexiko. Unter der Tabelle steht jeweils die Behörde, aus deren Kalender die Daten stammen — zum Nachprüfen statt zum Glauben.
Die Unterschiede sind größer als gedacht. Deutschland beginnt die Rotavirus-Schluckimpfung mit sechs Wochen, Großbritannien mit acht. Die STIKO empfiehlt MMR und Windpocken ab 11 Monaten, Spanien setzt die erste MMR-Dosis auf 12 Monate. Keiner dieser Kalender ist falsch: Es sind nationale Antworten auf nationale Krankheitslagen.
Wenn die Familie umgezogen ist
Genau dafür ist der Rechner gebaut. Bereits gegebene Dosen zählen weiter: Impfserien werden fortgesetzt, nicht neu begonnen. Was die Praxis braucht, sind die Daten, denn der Abstand zwischen den Dosen zählt mehr als ihre Anzahl. Stell das Land auf das vorherige um, notiere, was wann fällig war, stell es auf das jetzige um — und geh mit beidem zum Termin.
Was er nicht ist
- Keine medizinische Entscheidung. Gezeigt wird ein veröffentlichter Kalender für ein gesundes Kind ohne Verzug. Nachholimpfungen, Kontraindikationen und Frühgeburtlichkeit gehören in die Praxis.
- Kein Termin. Termine vergibt weiterhin die Kinderärztin.
- Nicht immer die neueste Fassung. Kalender werden überarbeitet. Maßgeblich ist die verlinkte Quelle unter der Tabelle, nicht diese Seite.
Warum die Impftermine an den U-Untersuchungen hängen
In Deutschland fällt der Impfkalender fast überall mit den Vorsorgeuntersuchungen zusammen: die erste Sechsfach-Impfung zur U4, die weiteren Dosen um U5 und U6 herum. Das ist praktisch, hat aber einen Nebeneffekt — wer eine U verschiebt, verschiebt oft unbemerkt auch die Impfung mit. Der Rechner zeigt deshalb bewusst die Impftermine getrennt, nach Geburtsdatum berechnet, und nicht als Anhängsel der Vorsorge.
Empfehlung, Kassenleistung und Zulassung sind drei verschiedene Dinge
- Die STIKO empfiehlt — das ist die fachliche Ebene und steht in diesem Rechner.
- Die Krankenkasse zahlt — das folgt der Empfehlung meist, aber nicht immer sofort und nicht überall gleich schnell.
- Der Impfstoff ist zugelassen — das sagt nur, ab welchem Alter er überhaupt gegeben werden darf.
Die meisten Missverständnisse in der Praxis entstehen daraus, dass diese drei Ebenen in einem Satz vermischt werden. Wenn etwas empfohlen, aber nicht bezahlt wird, ist das kein Widerspruch, sondern die normale Reihenfolge.
Wer das lieber neben dem restlichen Tag hätte — Schlaf, Mahlzeiten, Perzentile, Krankheitsratgeber —, findet das in Rostik. Impfkalender und Ratgeber sind dort ebenfalls kostenlos.
Häufige Fragen
Ist der Rechner kostenlos?
Ja, und eine Anmeldung gibt es nicht. Er rechnet im Browser, das eingegebene Geburtsdatum wird nirgendwohin gesendet.
Warum stehen manche Angaben in Wochen und andere in Monaten?
Weil die Kalender selbst es so schreiben. Großbritannien definiert die Säuglingsdosen in Wochen, Spanien in Monaten — ein Vereinheitlichen würde die Aussage still verändern.
Mein Kind kam zu früh. Zählt das korrigierte Alter?
Beim Impfen wird in der Regel das chronologische Alter verwendet, nicht das korrigierte. Sprich es trotzdem in der Praxis an: Frühgeborene bekommen manchmal zusätzliche Dosen.
Ein Termin ist schon vorbei und wir haben ihn verpasst.
Einfach zeitnah einen Termin machen. Eine verspätete Dosis bedeutet fast nie, dass die Serie neu beginnt — sie wird fortgesetzt.
Quellen
- Robert Koch-Institut — STIKO-Impfkalender
- WHO — recommendations for routine immunization, summary tables
- Ministerio de Sanidad — calendario común de vacunación
Rostik ist ein Tagebuch für Eltern, kein Medizinprodukt. Diese Seite ist allgemeine Information und keine medizinische Beratung — bei Sorgen um dein Baby wende dich an die Kinderärztin.